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Paris/Bern

Ein Schweizer wird für Weltraummissionen ausgebildet

Die Schweiz hat wieder einen angehenden Astronauten. Der Schweizer Marco Sieber wird von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) für Missionen im Weltall ausgebildet, wie die ESA am Mittwoch mitteilte.

(sda) Sieber schaffte den Sprung gemäss den Angaben als einer von mehr als 22'500 Kandidatinnen und Kandidaten für eine Ausbildung bei der ESA. Die Ausbildung erfolge im Hinblick auf Missionen zur Internationalen Raumstation und darüber hinaus, hiess es weiter. Die ausgewählten Kandidaten werden im Frühjahr 2023 eine zwölfmonatige Grundausbildung im Europäischen Astronautenzentrum der ESA beginnen.

Der frischgekürte helvetische Bald-Weltraumfahrer legte gemäss den Angaben 2007 in Burgdorf BE die Maturität ab. 2009 absolvierte er die Ausbildung als Fallschirmjäger bei der Armee. 2015 schloss er sein Studium der Medizin an der Universität Bern ab. Er legte die beste Abschlussprüfung als Arzt ab und befasste sich in seiner Doktorarbeit mit der robotergestützten Chirurgie.

Nachdem er 2018 Chefarzt der Swisscoy für die KFOR (Kosovo) geworden war, arbeitete Sieber bis 2019 als Assistenzarzt für Notfallmedizin am Universitätsspital Bern. Von 2019 bis 2021 war er Assistenzarzt in der Anästhesie in Interlaken BE. Seit 2020 arbeitet der Weltraumlehrling als Notarzt in der Helikopterrettung, seit 2021 als Assistenzarzt in der Urologie am Spitalzentrum Biel BE.

Sieber besitzt laut ESA-Steckbrief eine Privatpilotenlizenz. In seiner Freizeit ist er Abenteuersportler und betreibt unter anderem Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Tauchen, Skitouren und Kitesurfen.