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Menschen im Seeland

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Vorname, Name, Alter, Wohnort, Beruf

Onorina Magri, 47 Jahre, Biel, Primarlehrerin und Mediatorin

Was machen Sie hier?

Ich würde es Gewaltprävention und Partizipation nennen, denn ich unterstütze Kinder in der «Giraffenstunde» darin, sich gegenseitig zuzuhören, wenn sie Streit haben und gewaltfrei miteinander zu reden. Auch lernen Kinder bei mir, wie sie Konflikte von anderen Kindern mit gewaltfreier Kommunikation schlichten können.

Was ist Ihnen dabei wichtig?

Keine Tipps geben und kein Urteilen, wer was richtig oder falsch gemacht hat. Die Kinder erfahren, dass all ihre Gefühle und Bedürfnisse willkommen und wichtig sind und sie vom Gegenüber gesehen werden. Es geht um Anerkennung und nicht um Erfüllung von dem, was sie brauchen und ihnen wichtig ist. Ich nenne es, die Magie der Empathie. Die Lösung kommt wie von selbst.

Wovon träumen Sie?

Ich träume von Schulen, an denen Coaching ein Unterrichtsfach ist und Raum für gegenseitiges Zuhören Alltag ist, für Kinder sowie Erwachsene. Ich träume davon, dass wir uns mehr und mehr trauen, den Kindern zu vertrauen, was sie brauchen. Denn Kinder wollen lernen und beitragen.

Was wollen Sie der Allgemeinheit mitteilen?

Wie wäre die Welt, wenn wir den Kindern mehr zuhören würden, ohne Ratschläge und Lösungen zu geben? Würden wir ihnen dann nicht etwas Wesentliches vorleben? Dieses bedingungslose Angenommensein, was auch uns selbst so guttut.

Link: Weitere Portraits von Seeländer-
innen und Seeländern unter
www.bielertagblatt.ch/menschenoder auf unserer Facebook-Seite 
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