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Bern

Albert Ankers lesende Mädchen als Manifest der Chancengleichheit

Der Maler Albert Anker als Förderer der Emanzipation der Frauen in der Schweiz: das Kunstmuseum Bern legt den Fokus einer neuen Ausstellung auf Ankers Engagement für die Bildung von Kindern, insbesondere von Mädchen.

(sda) Lesende Mädchen seien damals wie heute ein Zeichen dafür, dass eine Gesellschaft in die Bildung von Frauen investiere, schreibt das Kunstmuseum Bern in einer Mitteilung vom Mittwoch. Zu Ankers Lebzeiten von 1831 bis 1910 war die Bildung von Mädchen und Frauen noch längst nicht selbstverständlich.

Die Werkschau unterstreicht die Bedeutung, die das Motiv der lesenden Mädchen in Ankers Weltbild einnimmt. Die Bilder seien ein kleines Manifest der Chancengleichheit.

Anker gehört bis heute zu den bekanntesten Schweizer Künstlern und wird für seine detailreichen, oft idealisierenden Darstellungen bäuerlicher Lebensgemeinschaften geliebt.

Doch neben dem Malen übernahm der Künstler in Gemeinde und Kanton auch öffentliche Ämter. Die Ausstellung dauert vom 22. März bis am 21. Juli.

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